DGfS - Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen    
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Editorial 1/2003

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Liebe Leserinnen und Leser,

 

in der ersten Ausgabe unserer Zeitschrift im letzten Jahr sind wir auf die im „Spiegel“ veröffentlichte Kritik an der Aufstellungsarbeit eingegangen. In Fortführung dieser Kritik ist jetzt ein Buch erschienen („Der Wille zum Schicksal – Die Heilslehre des Bert Hellinger“, Wien 2003), das ausdrücklich das Familien-Stellen Bert Hellingers und seiner „Anhänger“ bekämpft. Wir betrachten unsere Zeitschrift nicht als Forum für eine sich verteidigende und klärende Auseinandersetzung in die Öffentlichkeit hinein. Das müsste, wenn sie denn sinnvoll ist, in anderen Publikationen geschehen. Aber wir sehen es als unsere Aufgabe an, einen Beitrag für die Auseinandersetzung mit Kritik innerhalb der „Szene“ der Aufsteller und der an der Aufstellungsarbeit Interessierten zu leisten: damit das Familien-Stellen und andere Systemaufstellungen in ihrer guten Entwicklung gefördert werden. Diesem Anliegen dient der Artikel „Wille und Schicksal“. Unter der Rubrik „Bedenkliches“, aber auch in den anderen Artikeln, wird deutlich, wie sehr viele Psychotherapeuten und Berater, die mit Aufstellungen in unterschiedlichsten Kontexten arbeiten, für sich selbst und in Auseinandersetzungen mit anderen um eine gute Aufstellungsarbeit ringen. Auch wenn Systemaufstellungen vom Leiter Mut verlangen, das schließt Vorsicht und Achtsamkeit nicht aus. Wir wissen um die tausendfachen und vielfältigen guten Wirkungen von Aufstellungen. Wir wissen auch, dass bei allen guten Absichten Aufstellungen scheitern können und manchmal mit ihnen und Klienten leichtfertig umgegangen wird. Für uns wie für die Kritiker gilt der Satz von Diderot: „Gutes tun reicht nicht, Gutes muss auch gut getan werden.“

 

Wir hoffen, dass der Raum, den wir der kritischen Auseinandersetzung mit der Aufstellungsarbeit geben, nicht ablenkt von den anderen Artikeln, die Aspekte des Aufstellens beschreiben und vertiefen: in der Paartherapie, in Bezug auf die liebende Hinbewegung, innerhalb der Jugendhilfe, in Verbindung mit kreativem Gestalten; oder im Blick auf die seelische Begegnung mit den Toten und auf Erfahrungen von und Voraussetzungen für Frieden und Versöhnung. Wie kreativ über mögliche Theorien zur Aufstellungsarbeit nachgedacht und mit neuen Anwendungsfeldern von Aufstellungen experimentiert wird, auch darüber können Sie in drei Artikeln Interessantes lesen.

 

Berichte zur IV. Internationalen Tagung zu Systemaufstellungen: 

„Leidenschaft und Verantwortung“ vom 30.04.–03.05.2003 in Würzburg werden Sie in der nächsten Ausgabe unserer Zeitschrift finden.

 

Wir wünschen Ihnen wieder viel Freude und Gewinn beim Lesen.

 

Die Redaktion


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Ausgabe 1/2003

Die bisher erschienenen Ausgaben sind als Einzel-
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