DGfS - Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen    
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Editorial 1/2017

 

 

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Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Frage „Wer bin ich?“ mit einem würdevollen, wertungsfreien „Ich bin“ zu beantworten ist die Essenz von vielfältigen Überlegungen, die Jakob Schneider in seinem Artikel darstellt. Diesmal von Kirsten Nazarkiewicz in die Hand genommen, führt sie selbst mit einem einleitenden Text in das Schwerpunktthema „Identitäten“ ein. Angesichts immer komplexer werdender Lebenswelten stehen die Aspekte biotechnischer Fortschritt, Kommunikation als Realisierung der sozialen Identität, Geschlechteridentität und kulturelle Vielfalt im Fokus der Überlegungen von Jochen Bickert, Christian Wagner, Frank Oberzaucher und Kirsten Nazarkiewicz. 

In Identitäten wachsen wir hinein, nachdem sich Eltern in bester Absicht um die individuelle Entwicklung und Identität bemüht haben. Und wie geschieht Wachsen? Michaela Kaden hat dazu bei der DGfS-Tagung in Karlsruhe einen Vortrag gehalten, der hier als Text abgedruckt ist. Sie beschreibt diesen Prozess verbunden mit Bildern aus der Natur, östlicher Weisheit und den Einsichten von Bert Hellinger.

Auch unsere Zeitschrift ist gewachsen und hat Identität(en) entwickelt. Dabei erinnern wir uns gern an die Ursprünge: an Bert Hellinger und seine frühen Einführungen in die Methode. Wenn wir Nutzen ziehenden Nachkommen mit der Essenz der Aufstellungsarbeit verbunden sind, dann bleibt das „Anerkennen, was ist“ in Dankbarkeit. Anerkennung ist die demütigste Haltung, sagt Michaela Kaden in einem zweiten Text und gibt eine Reihe von Anregungen, wie sie in der Tiefe wahrgenommen werden kann.

Auch in den anderen Artikeln dieser Ausgabe geht es um Identitäten: Manuel Aicher stellt Fragen zur Reproduktionsmedizin aus der Perspektive des Kindes. Horst Brömer berichtet über seine Arbeit in einem bewegten Land, und Christiane Hoffmann schildert Aufstellungen mit Flüchtlingen.

Der Zeitpunkt ist gekommen, an dem sich die „Praxis der Systemaufstellung“ in einen neuen Lebensabschnitt begibt. Mit Anerkennung und Dankbarkeit blicken wir auf die zahlreichen Reflexionen und kreativen Impulse der Autoren und ihre Texte 

zurück. Wir schauen auf die engagierten und mutigen Pioniere und ein ebenso engagiertes Team von Persönlichkeiten, das dieses Werk über all die Jahre hinweg getragen und lebendig hat sein lassen. Nun geht die Leitung an Peter Bourquin und Kirsten Nazarkiewicz und damit in jüngere motivierte Hände – zum Weitergang im neuen Gewande. Die bisherige Schriftleitung übergibt, bleibt verbunden und wünscht für den Start in die nächste Ära viel Inspiration und Gelassenheit ...

 

Lisa Böhm

 

 

 

Ab hier dürfen wir, Peter Bourquin und Kirsten Nazarkiewicz, den Stab übernehmen.

 

Die bisherige Redaktion hat uns gewählt, die PdS weiterzuführen, und wir tun dies mit Dankbarkeit und Achtung für die langjährigen Leistungen aller, insbesondere der bisherigen Schriftleitung – und auch mit neuen Ideen.

Ab Dezember 2017 wird die Praxis der Systemaufstellung jährlich in Buchform im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht erscheinen, sie ist jeweils einem Schwerpunkt gewidmet. Das erste Jahrbuch trägt den Titel „Trauma und Begegnung“ und versammelt internationale Beiträge und Ansätze rund um die wesentlichen Themen der Aufstellungsarbeit im Zusammenhang mit individuellen Traumatisierungen. Den sozialen Traumata wird das Themenbuch 2018 gewidmet, es trägt den Arbeitstitel „Einflüsse der Welt – Individuelles Schicksal im kollektiven Kontext“. Der Aufruf zur Beteiligung ist hier in diesem Heft abgedruckt. 

Die Jahrbücher setzen die Leitlinien der PdS fort, in denen es unter anderem heißt: „Die Publikationen wollen dazu beitragen, die sich aus den Erfahrungen mit und in Aufstellungen ergebende Sicht der elementaren Verbundenheit in menschlichen Beziehungssystemen darzustellen, zu präzisieren und mit anliegenden Wissensbereichen zu verknüpfen.“ Zugleich wollen wir mit der Weiterentwicklung in ein Buchformat zur Professionalisierung der Aufstellungsarbeit beitragen, dabei die Bandbreite der Ansätze und Vorgehensweisen achten und vorhandenes Erfahrungswissen mehrperspektivisch bündeln und zugänglich machen. Wir hoffen damit auch, zu verbands- und paradigmenübergreifenden Synergien anzuregen.

Flankiert werden die kommenden Themenbücher von einer neuen Online-Redaktion, die eine attraktive und flexible Internetplattform einrichten wird. Sie soll dem rascheren Austausch dienen und dort werden weitere interessante Artikel von AutorInnen veröffentlicht werden, die im jeweiligen Jahrbuch keine Berücksichtigung finden können, weil sie andere Themenbereiche behandeln oder andere Gattungen wie Rezensionen oder Berichte rund um das Thema Systemaufstellungen beitragen.

Mit unserer Arbeit wollen wir der Qualität und Entwicklung der Aufstellungsmethode dienlich sein und freuen uns über alle, die sich selbst oder Ideen einbringen und in Resonanz gehen.  

 

Peter Bourquin und Kirsten Nazarkiewicz 

 

 

 

Sehr geehrte Abonnenten, liebe KollegInnen,

 

unsere Praxis der Systemaufstellung erscheint seit 1998 als Fach- und Austauschorgan 

derer, die sich für die Entwicklungen im Kontext der Systemaufstellungen interessieren. 

Zweimal jährlich erschien die PdS seither regelmäßig und zuverlässig und geht mittler-

weile in ihr 20. Lebensjahr! 

Stets sorgten Chefredaktion und RedakteurInnen für qualitativ hochwertige PdS-Hefte. Die hohe Zahl von bis heute nahezu 1000 Abonnenten bestätigt dies. 

Auch die Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen ist durch die Jahre stetig gewachsen. Mittlerweile haben wir rund 800 Mitglieder, die sich auf die qualitätssichernde Arbeit unseres Fachverbandes verlassen und im Rahmen ihrer Mitgliedschaft die PdS erhalten.

Wachstum bedeutet auch Weiterentwicklung und Differenzierung. So freuen wir uns heute, Ihnen die neue Form unserer Praxis der Systemaufstellung ankündigen zu dürfen.

 

Die PdS-Ausgabe 1/2017 erscheint noch zur gewohnten Zeit im gewohnten Format Anfang Juli 2017. 

 

Im Dezember 2017 erscheint die PdS dann erstmals als Themenbuch. Sie werden dann die Praxis der Systemaufstellung als Hardcover-Buch mit über 200 Seiten Umfang in Händen halten können. Thema dieses ersten Jahrbuchs wird sein: „Trauma und Begegnung“. 

Prüfen Sie bitte Qualität und Brauchbarkeit des neuen PdS-Buchs in aller Ruhe, wenn Sie es in Händen halten. In Zukunft wird die PdS als einmal jährlich erscheinendes Themenbuch jeweils im Oktober herauskommen. Das Produkt von hochkarätigen Autorinnen und Autoren, gerahmt von einer neuen Chefredaktion und in enger Kooperation mit dem renommierten Verlag Vandenhoeck & Ruprecht, wird Sie überzeugen.

Gleichzeitig wird das Jahresabonnement ab 2018 günstiger werden. 

Zusätzlich zu Ihrem PdS-Jahrbuch-Abo können Sie dann zukünftig auch auf diverse Online-Artikel unserer PdS zugreifen, die von unserer neuen Online-Redaktion aufbereitet sein werden. Diese Online-Redaktion wird eine attraktive und flexible Internetplattform schaffen, die dem Austausch dienen wird und in der interessante Artikel von AutorInnen veröffentlicht werden, die im jeweiligen Jahrbuch keine Berücksichtigung finden können, weil sie andere Themenbereiche tangieren.

 

Dieter Diecke

1. Vorsitzender der DGfS


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Ausgabe 1/2017
Praxis der Systemaufstellung Ausgabe 1/2017

Die aktuelle Ausgabe ist als Einzelheft zu Euro xxx,– zzgl. Versandkosten erhältlich.

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