Editorial Forum

3/2018

Editorial vom 20.11.2018 

Das FORUM sucht weiter seine Autorinnen und Autoren!

Hier also die neue Ausgabe der Praxis der Systemaufstellung im Netz. Wir haben drei neue Beiträge mit den Autoren und Co-Autoren entweder redigiert oder gemeinsam verfasst. Die Themen sind wie immer vielfältig und kundig verfasst.


Unseren Plan, ungefähr alle 2 bis 3 Monate mit neuen Texten, Beiträgen und Neuigkeiten aufwarten zu können, konnten wir, trotz des vorhandenen Interesses an unserer Arbeit, dem Konzept und den bereits vorgestellten Autor*innen, bisher immer noch nicht umsetzen. Woran liegt das? Wir mussten letztendlich erkennen, dass wir es nicht geschafft haben, uns als neuen Publikationsort und neue  Publikationsmöglichkeit für den Wissens-Austausch der Systemaufsteller soweit bekannt zu machen, dass wir ausreichend mit Texten, Textideen und Artikeln  versorgt wurden. Wir möchten sukzessive die Gestaltung und Übersichtlichkeit des FORUM verbessern, die Ladezeit der ersten Kachel beim anklicken von "FORUM" verkürzen und wir möchten vor allem auch noch deutlicher und mit mehr Präsenz und Beharrlichkeit dafür sorgen, dass das Forum mit seinen Möglichkeiten der Publikation weiter bekannt, angenommen und genutzt wird, selbst, wenn es seine optimale Form noch nicht gefunden hat. Aus Gesprächen mit Kolleg*innen wissen wir, dass das Konzept und das bisher geleistete bei Lesern auf viel Zustimmung und Interesse trifft. Unser „Bekanntheitsproblem“ und die bisher nicht ausreichende Resonanz bei Autorinnen und Autoren müssen wir vielleicht erst einmal zur Kenntnis nehmen, akzeptieren wollen wir das aber nicht. Das Forum lebt von Zusendungen und es lebt auch von Rückmeldungen, und das in beide Richtungen, versteht sich. Da wir als Redaktion und viele Kolleg*innen, mit denen wir gesprochen haben, immer noch vom Konzept und den Möglichkeiten des FORUMS überzeugt sind, möchten wir Sie mit dem aktuellen Editorial auch diesmal dazu einladen, uns Texte und Artikel, Ideen und Rückmeldungen zu zu senden. Aber vielleicht lohnt hier auch ein Schritt zurück:

..... worum geht es im FORUM  -  was ist das KONZEPT?

  • Wir veröffentlichen Artikel und Texte mit von den Autoren selbst gewählten Themen in lockerer Folge, chronologisch, gebündelt, so wie sie bei uns eintreffen und von uns gemeinsam mit den Autor*innen in eine gut lesbare und inhaltlich interessante Form gebracht wurden. Dies verstehen wir als Service der Redaktion an die Autoren. Diese Artikel sollten vorher nicht an anderem Ort veröffentlich worden sein.

 

 


  • Wir eröffnen in einem anderen Bereich Themen, die wir als Redaktion als besonders wichtig und interessant erachten und für die wir z.B. bereits in der alten Print-PdS publizierte Artikel, Kommentare und Notizen anführen und für die wir neue Artikel einladen. Dafür gibt es auch keinen Redaktionsschluss, d.h. diese Themen bleiben als Orientierungspunkte, Landmarken oder Leuchtürme über längere Zeit erhalten. Als Beispiele seien hier Themen und Begriffe wie Systemik, stellvertretende Wahrnehmung, phänomenologische Wahrnehmung, Aufstellen ohne Leiter oder Vielfalt der Aufstellungsmethoden genannt. Diese Themen werden von der Redaktion zusätzlich durch eigene Artikel eingeführt und laden Leser und Autor*innen zu neuen Texten mit Stellungnahmen, Beobachtungen und Erfahrungen ein. Diesen Teil sind wir aktuell am Entwickeln und es braucht auch noch eine ansprechende graphische Lösung.
  • Des Weiteren laden wir dazu ein, uns Buch- und Filmrezensionen zuzusenden. Auch Zusendungen von Audio- oder Videofiles sind möglich.
  • Des Weiteren möchten wir uns für Fachartikel aus benachbarten Wissensfeldern öffnen und unseren Leser*innen zur Verfügung stellen. Was schreiben Psychiater, Psychoanalytiker, Gestalttherapeuten oder Soziologen zu den auch uns umtreibenden Themen? Hier brauchen wir Ihre Hinweise und Ideen, um auch den Horizont, den wir uns als Redaktion bereits eröffnet haben noch zu erweitern und zu ergänzen.
  • Wir wollen das Medium Internet mit seiner Zweiwegekommunikation gut nutzen: Ideen, Vorschläge, Anliegen und Rückmeldungen erreichen uns schnell und unkompliziert: redaktion@praxis-der-systemaufstellung.de

Alle Autorinnen und Autoren, die bisher für die "alte" Print-PdS geschrieben haben und für das hohe Niveau dieser Zeitschrift, gemeinsam mit der langjährigen ehemaligen Redaktion, gesorgt haben,  sind herzlich eingeladen ihre Arbeit und ihr Wissen im FORUM weiter einzubringen. Wir sind auf sie angewiesen. Neue Autor*innen bekommen im FORUM die Möglichkeit, unkompliziert und ohne zeitlichen Druck eigene Texte zu verfassen, mit ihren Ideen nach Außen zu gehen, zu publizieren oder Texte mit der Redaktion zu erarbeiten.Wir würden uns freuen, wenn Sie unser Angebot nutzen würden und das FORUM gemeinsam mit uns zu einem Erfolg machen. O.N

 


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Neues zwischen den Rundbriefen:

 

Neue Beiträge

 


Forum

Neue Artikel

Mutter-Introjekt und Trauma

Die Systemische Selbst-Integration (SSI) ermöglicht es, durch eine Beziehungs-Aufstellung die Beziehung zur Mutter zu untersuchen. Dabei zeigt sich häufig eine Identifizierung mit der Mutter. Die Mutter befindet sich als Introjekt im eigenen Raum. Das erschwert einmal eine Ablösung von der Mutter. Zum anderen erschwert das Mutter-Introjekt die Unterscheidung zwischen Eigenem und Ich-Fremdem  (Ich versus Nicht-Ich) und damit auch die Abgrenzung und das Bewusstsein eines eigenen Raumes.

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Märchenstellen in der Initiatischen Märchenarbeit

Was passiert, wenn wir unsere Themen in den Kontext von mythischen Geschichten stellen, auf Archetypen beziehen oder eben auch von Märchen? Wann und wie sind solche Kontexte nützlich? (Wie) Kann man - in unserer Erwachsenenwelt - mit Märchen arbeiten? Hildegard Wiedemann arbeitet schon lange auf diese Weise und kombiniert in ihrer therapeutischen Praxis die metaphernreiche Märchenarbeit mit dem Aufstellen. Mit Ihrem Artikel gibt sie Einblick in ihre Erfahrungen und Arbeitsweise.

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Aufstellungen in Institutionen am Beispiel Suchtrehabilitation

Horst Brömer hat gemeinsam mit anderen Aufstellerkolleg*innen und Psychotherapeut*innen seit vielen Jahren nicht nur Erfahrungen in der Einbindung von Aufstellungsarbeit in Institutionen (besonders in der Suchtrehabilitation), sondern sie auch evaluiert und in Modellen so verfasst, dass diese als Impuls und Vorlage für andere Anwendungen dienen kann. Die Aufstellungen stellen eine besondere Qualität im Heilprozess der Klient*innen dar, nicht zuletzt weil sie in vielerlei Prozessschritte eingebunden sind.

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Über die Vielfalt in der Aufstellungsarbeit

Was liegt näher, als über Vielfalt zu reden, in dem man vielfältige Erfahrungen und Positionen einbindet? Claude Rosselet und Kerstin Kuschik haben per Email einen Austausch begonnen, der vielleicht von Ihnen fortgesetzt wird? Vielfalt, Beliebigkeit, Einfalt, Systematisierung und Orientierung... diese Themen beschäftigen uns weiter, je größer das Spektrum der Aufstellungsformate und der Kombination mit anderen Methoden und Anwendungsbereiche ist. Aus diesem Austausch mag es dann Impulse geben für die Weiterentwicklung und Definition unserer Arbeit.

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Aktuelle Themen zur Aufstellungsarbeit

Gemeinsame Unterschiede verdeutlichen - Das Konzept:

Hier in diesem Forum für eine neue redaktionelle Gestaltung werden zusätzlich zu den je neuen Fachartikeln eigene kurze Artikel und Texte der Redaktion und von Autoren veröffentlicht, um einen Austausch über wichtige Themen der Aufstellungsarbeit anzuregen. Dabei gibt es als Besonderheit keinen Redaktionsschluss! Die themenzentrierten Textsammlungen, die wir als Redaktion betreuen, bleiben über längere Zeiträume auf der Seite einsehbar und können um neue Texte ergänzt werden.

Aus dem Fundus der PdS

Auch wenn wir in dieser Rubrik aktuelle Themen präsentieren: aus unserem Archiv der Heft-PdS der letzten 20 Jahre sind regelmäßig Artikel zu finden, die wir wieder oder immer noch aktuell finden, die sich auf die hier neu veröffentlichten Themen beziehen oder bezüglich gesellschaftlicher und fachlicher Diskussionen Anregung bieten. Diesen Fundus wollen wir mit einbeziehen und lebendig halten.

Mitwirken

Texte und Anmerkungen über bestimmte Themen senden Sie bitte an redaktion@praxis-der-systemaufstellung.de. Das geht auch über das Kontaktformular oder indem Sie uns einen Kommentar oder einen Text zum Thema ganz wie üblich  über Ihr Mailprogramm:  zuschicken. Praxis der Systemaufstellung-[Forum]: Eine ganz normale Zeitschrift, aber mit Ihrer Beteiligung! Wir freuen uns auf Ihre Beiträge.....

Die Redaktion

Zum Thema: Wahrnehmung

Was ist "Wahrnehmung"?

Beim Abschlusstreffen der Redaktion der Heft-PdS im Juli 2017 hat Lisa Böhm noch einmal quer durch alle Jahrgänge gelesen und dabei einige Zitate herausgesucht, die sich auf den Begriff "Wahrnehmung" beziehen.

Diese Sammlung möchten wir gerne auch zu Beginn dieses neuen Abschnittes der Praxis der Systemaufstellung (PdS) allen zur Verfügung stellen. Schreiben Sie zu diesem Thema etwas an redaktion@praxis-der-systemaufstellung.de

Bert Hellinger macht(e) den Anfang in der PdS 1/1998, S.16:

Die phänomenologische Wahrnehmung fällt einen nicht in den Schoß. Sie hat etwas mit Zurückhaltung zu tun … ich ziehe mich von meinen Gedanken zurück, Ich vergesse sozusagen, was ich darüber weiß. Dann bin ich ohne besondere Absicht und ohne Furcht vor dem, was sich zeigen könnte… Laotse nennt dieses Sich-Zurücknehmen das Sich-Zurückziehen in die leere Mitte.

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Zum Thema: Das Gewissen und die Bewegungen der Seele.

Michaela Kaden und Harald Hohnen - Die Bewegungen des Gewissens und die Bewegungen der Seele (2001)

Was meinen Sie? Was sind Ihre Erfahrungen?

1. Michaela Kaden und Harald Hohnen (2001) schreiben über die "freien Bewegungen" der Stellvertreter in den frühen Aufstellungen Hellingers mit den "Bewegungen der Seele" .

  • Welche Bewegungen zeigen sich: sind es Bewegungen eines geweiteten Horizontes, der eine Lösung bringen kann oder zeigen sich Bewegungen aus der Ebene der Loyalität und des Gewissens genau des Systems, das die Konflikte, um die es geht, selbst hervorgebracht hat?

Diese wichtige Frage, gestellt in einer Situation, in der Hellinger seine Arbeitsweise, auf Grund eigener Erfahrungen und Überlegungen radikal am umstellen war, hat auch heute eine hohe Bedeutung. Viele aktuelle "Formate" entfernen sich ganz bewusst, aber aus anderen Gründen als damals Hellinger, von der geleiteten Aufstellungsform und überlassen das Feld mit den Stellvertretern sich selbst. Sieht man von den sehr verschiedenen Motivationen einmal ab, hat Hellinger mit seinen "Bewegungen des Geistes", im Aufsatz von Kaden und Hohnen noch "Bewegungen der Seele" genannt, in vielfältiger Form Nachfolger gefunden.

zum Artikel: 1/2013 "Die Bewegungen des ...."

Das Gewissen - Exzerpte aus "Zweierlei Glück"

2. Zum Thema der verschiedenen Ebenen des Gewissens die in sozialen Systemen (und in der Aufstellung) wirken, hat Eva Madelung 2013 eine lesenswerte Exzerptsammlung aus "Zweierlei Glück" von B. Hellinger zusammengestellt. Er erschien in der Ausgabe 2/2013 und bietet eine interressante Perspektive auf das Thema.

zum Artikel: Das Gewissen 2/2013

Schreiben Sie einen Beitrag zum Thema:
Ihre Erfahrungen und Überlegungen
zu dieser realen Praxis der Systemaufstellungen möchten wir an dieser Stelle gerne veröffentlichen. Schreiben Sie zu diesem Thema etwas an die redaktion@praxis-der-systemaufstellung.de

Zum Thema: Die "Gruppenseele"

Die Gruppenseele

  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die Arbeit mit Flüchtlingen aber auch für politische Aufstellungen, wenn es so etwas wie eine Gruppenseele gibt? Eva Madelung hat einen Essay verfasst und darin über den Rechtsruck in Deutschland als Verfassung unserer "Stammesseele" nachgedacht. Birgit Theresa Koch hat eine Buch herausgegeben, dass sich mit der Situation junger geflüchteter Menschen befasst und auch fragt, wie Aufstellungsarbeit sich hier einbringen kann. Wir als Redaktion des Forum finden dieses Thema so wichtig, dass wir es hier zur Diskussion stellen. Schreiben Sie Ihre Erfahrungen und Überlegungen an die redaktion@praxis-der-systemaufstellung.de
  • HINWEIS: Wenn die oben gesetzten Links NICHT funktionieren, müssen Sie sich vorher für die Nutzung des Archives dieser Seiten registrieren

Unsere Standardrubriken: Audio-Buch-Video-Film

Buchbesprechungen

K e n n e n   S i e   e i n   B u c h ,  das sie unbedingt 

weiterempfehlen möchten, weil es gut oder wichtig ist? Schreiben Sie eine Besprechung oder
schlagen Sie uns ein Buch für eine Besprechung vor. Mail an die Redaktion

29.08.2018 Rezension von P e t e r   B o u r q u i n

  • Thomas Gessner
    "Wie wir leben – und was wir alles aus Liebe tun oder vermeiden"
    Innenwelt Verlag 2018; ISBN 978-3942502887

 

Um die Schlussbetrachtung vorweg zu nehmen: ich habe die Lektüre genossen, und das aus zweierlei Gründen. Zum ist Thomas Gessner einfach ein ausgezeichneter Schreiber, der in einer persönlichen flüssigen und nahen Sprache auf originelle Weise seine Gedanken darlegt und die Lektüre damit zu einem Genuss macht. Zum anderen gefällt mir die klare und intelligente Art und Weise, wie er sein Verständnis und seine Einsichten zum Thema Liebe vermittelt.

Das wird auf den ersten Blick deutlich beim Inhaltsverzeichnis, welches das Buch in drei Teile gliedert; „Damals“, „Jetzt“ und „Echos“. Im ersten Teil „Damals“ betrachtet er Liebe zuerst aus der Sicht des Ungeborenen, dann aus der des Kindes und schließlich aus der des Jugendlichen. Grundgedanke ist, dass sich diese Lebensetappen im Wirkfeld der abhängigen Liebe entwickeln, da wir in dieser Zeit auf Gedeih und Verderb auf die Bindung zu unseren Eltern und Ernährern angewiesen sind, um zu überleben. Gessner führt aus, wie in der Folge im Heranwachsenden die Symbiose und das Gewissen auf körperlicher, emotionaler und gedanklicher Ebene erfahren wird und in welche Arten von Dilemma sie einen führen. Diese unbewusste und abhängige Liebe gestaltet unser Leben, wirkt in uns, bringt unser Fühlen, Denken und Handeln erst hervor. Sie dient unserer Selbsterhaltung und macht dabei keine Fehler.

Der zweite Teil „Jetzt“ ist der Liebe aus der Sicht der Erwachsenen gewidmet, womit er natürlich den Leser in seinem aktuellen Lebensmoment anspricht. Einige Grundgedanken sind: ein seelisch erwachsener Mensch ist im Jetzt-Bewusstsein, erlebt und weiß, dass die Abhängigkeit vorbei ist und es deswegen auch nicht mehr nötig ist, das Leben kontrollieren zu wollen. Stattdessen gibt er sich dem Leben mehr und mehr hin und fließt mit dem gegenwärtigen Moment. Im Unterschied zur einstigen abhängigen Liebe beschreibt er eine erwachsene Liebe, die Gessner Selbstliebe nennt und eine ständig aktualisierende Manifestierung der uns innewohnenden Lebendigkeit ist. Sie ist in gewissem Sinne unpersönlich und nicht ich-zentriert, sucht Entfaltung und Hingabe und kann uns in ein entspannteres inneres Erwachsensein führen.

Im dritten Teil „Echos“ geht er auf unterschiedliche Aspekte ein, wie unser ‚Damals‘ in unser Jetzt nachwirkt und sich beispielsweise in Neurosen, Sucht, Depression, Opferstatus etc. zeigen kann. Und auch, wie diese innere Bewegung aus der abhängigen Liebe heraus in eine reife Selbst-Liebe sich in Bezug auf die Eltern oder zum eigenen Partner hin auswirkt und zeigt. Gessner beschreibt Wege, wie man, indem man sich dem gegenwärtigen Moment anvertraut, die Echos der Vergangenheit zur Ruhe bringen und es einem so gelingen kann, sie als Ausdruck der einstigen Liebe zu verstehen und zu achten.

Was macht die Liebe mit unserem Bewusstsein, besser gesagt, dieser Tanz zwischen ihren Polen von abhängiger und Selbst-Liebe mit uns? Für Gessner entwickeln sie gemeinsam unser Bewusstsein. Hier bezieht er sich auf das Bewusstseinsmodell in sieben Stufen von Wilfried Nelles und dessen Lebensintegrationsprozess (LIP), der von ihm als gedankliche Grundstruktur des Buches herangezogen wird. Mir gefielen beim Lesen sein eigenes Verständnis und seine originelle bildliche Sprache diesbezüglich. Vorläufige Betrachtungen über eine sich daraus ableitende Psychologie der Gegenwärtigkeit schließen das Buch ab.

Die Lektüre ist eine reichhaltige Mischung aus Lebenserfahrung, therapeutischem Verständnis und eines theoretischen Modells, das anschaulich illustriert und vorgestellt wird. Mich hat das Lesen des Buches inspiriert, was trotz der Fülle der aktuell publizierten Fachbücher keine Selbstverständlichkeit ist. Im guten Sinne: Lesenswert!

 

Peter Bourquin

 

 

21.06.2018          R e z e n s i o n   v o n   O l i v i e r   N e t t e r

  • Thomas Gehrmann
    Über Psychotherapie hinaus.
    Die Entwicklung des Familienstellens nach Bert Hellinger
    Hellinger Publications 2009 ISBN 978-3-00-028245-4

  • Thomas Gehrmann und Ursula Steinbach.
    In eine andere Weite.
    Zur Philosophie und Theologie von Bert Hellinger.  
    ism Kassel 2018 ISBN 978-3-9816863-1-9

 

Thomas Gehrmann hat nach seinem Buch über Bert Hellinger von 2009 mit dem Titel „Über Psychotherapie hinaus. Die Entwicklung des Familienstellen nach Bert Hellinger“ nun 2018 sein zweites Buch herausgegeben. Diesmal gemeinsam mit einer Co-Autorin, Ursula Steinbach. Es heißt: „In eine andere Weite. Zur Philosophie und Theologie von Bert Hellinger“. Standen in seinem ersten Buch vor allem die Entwicklung der Aufstellungsarbeit von den ersten Anfängen bis zur Entwicklung der Bewegung des Geistes und die damit verbunden Konflikte und Polarisierungen innerhalb der systemischen Aufsteller-Gemeinschaft im Zentrum, so ist es diesmal die aktuelle Philosophie und Theologie von Bert Hellinger.

Wie das erste Buch von Gehrmann, so ist auch sein zweites extrem gut lesbar und besticht durch die offene Haltung der Autoren. Es macht einfach Vergnügen seine Bücher zu lesen, denn er vermittelt seine ganz persönlichen Einsichten in das Leben und Wirken von Hellinger mit Intelligenz, Schlagfertigkeit und einer großen Portion Humor und Selbstironie. Das ist im Universum der Aufstellungsliteratur eine bemerkenswerte Ausnahme. Dass vor allem im ersten Buch des Öfteren auch andere seine mit Pfiffigkeit und Humor vorgetragene Kritik auszuhalten haben, nimmt vielen der damals vollzogenen Abgrenzungen und ausgetragenen Kämpfe auf überraschende Weise ein wenig die fachliche Grundlage und Motivation, und leitet über zu einer Art Sittengemälde der systemischen Community mit ihren unterschiedlichen beruflichen Loyalitäten und Empfindlichkeiten.

In beiden Büchern gelingt es Gehrmann aber vor allem, zuletzt eben gemeinsam mit Ursula Steinbach, die wichtigen Grundbegriffe und Grundthemen von Bert Hellingers Aufstellungsarbeit verständlich darzustellen und meist in klaren Worten zu erläutern. Mit voller Berechtigung und wieder durchaus mit treffendem Humor, schreibt Gehrmann selbst, noch im zweiten, sehr viel ernsteren Buch, er habe immer das Denken Hellingers ins Deutsche übersetzten wollen. Klassisches Familienstellen, Ordnungen der Liebe, phänomenologische Haltung, das Gewissen, Systemik, Intuition und andere zentrale Begriffe  werden in beiden Büchern prägnant erläutert.

Das zweite Buch widmet sich neben einer Rekapitulation des Entwicklungsweges von Hellinger und seiner Praxis aber vor allem der impliziten Theologie innerhalb seines Denkens. Spätestens hier wird die Lektüre für alle die interessant, die sich die letzten Jahre aus dem direkten Einflussbereich Hellingers entfernt haben und verständlicher Weise den Anschluss verloren haben. Seine neuen, oft kryptisch wirkenden Konzepte, die einen stark christlich theologischen Anstrich haben und sich nicht leicht erschließen, werden durch die „Übersetzung“ und Erläuterungen von Gehrmann und Steinbach am Ende für ein entwickeltes und gleichzeitig unbefangenes Verständnis der Aufstellungsarbeit durchaus anschlussfähig. Das ist überraschend.

Man möchte in mancher Hinsicht den persönlichen Ansichten der Autoren, die sich der Arbeit Hellingers seit vielen Jahren verpflichtet fühlen, nicht immer folgen.  Die Lektüre vor allem des ersten Buches ist aber auf Grund des unprätentiösen, lockeren und streckenweise souveränen Stils sehr angenehm, und zweitens durchaus lehrreich. Das zweite, aktuelle Buch dokumentiert in manchen Passagen wohl durchaus auch absichtlich die anfängliche Ratlosigkeit der Autoren angesichts der Terminologie Hellingers und ihren mühevollen, teilweise holprigen Weg zu einem  mehr oder weniger überzeugendem eigenen Verständnis. Ihre persönlichen Ansichten tragen beide dabei so vor, dass die persönlichen Perspektiven, die zu ihren Ansichten geführt haben, mit im Bild sind. Auch wenn das zweite Buch nicht ganz so souverän und auf den Punkt ist, ist es insgesamt doch eine lohnende Lektüre und vor allem eines: ehrlich.

o.n.

Thomas Gehrmann: Über Psychotherapie hinaus-Die Entwicklung des Familienstellens nach Bert Hellinger. 2009 Hellinger Publications ISBN 978-3-00-028245-4

Thomas Gehrmann und Ursula Steinbach: In eine andere Weite. Zur Philosophie und Theologie von Bert Hellinger. 2018 Verlag ism-Kassel ISBN 978-3-9816863-1-9

Filmbesprechungen

Jugend und Alter

Lisa Böhm

Lisa Böhm-De Philipp

 

Was werden die Leute sagen, Norwegen, Deutschland, Schweden. 2017, Iram Haq

Ladybird, Amerika 2018, Greta Gerwig

Das schweigende Klassenzimmer, Deutschland 2018, Lars Kraume

Nacht der Nächte, Deutschland 2018, Yasemin Samdereli, Nesrin Samdereli

Liebe, Deutschland 2012, Michael Haneke, inzwischen als DVD erhältlich

Jugend und Alter: Filme über diese Lebensabschnitte gehören nicht zum Mainstream, von Zeit zu Zeit gibt es jedoch immer wieder gute Beispiele.

Jugend wird als Phase des Übergangs betrachtet, in der der Mensch nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen ist. Einerseits sind die Eltern nicht mehr alleinige Bezugs- und Erziehungspersonen, die Peergroup, Nachbarn, die Medien, Internet, die Kirchen und staatliche Institutionen mischen entscheidend mit. Andererseits stoßen Sturm und Drang, verschiedene Stimmungen und Launen innerhalb der Familie auf Begrenzungen der Eltern und deren unterschiedliche Mittel darauf zu reagieren. Zentral ist das Thema Geschlechtsreife und Fortpflanzungsfähigkeit, das bei den Jugendlichen beiden Geschlechts Lust auf Ausprobieren erzeugt und den Eltern Angst macht. Das Schlimmste wird meist befürchtet: eine Schwangerschaft.  Die quälenden Zweifel und zwingenden Fragen der Jugend nach dem „Wer bin ich?“ „Woher komme ich (biografisch, geografisch, spirituell)?“ „Was will ich, was will ich nicht, was soll ich, was muss ich?“ sind zur Selbstwerdung notwendig. Werden sie ernsthaft gestellt, können sie in Reflexion und Weiterentwicklung münden. Gefühlsmäßig wahrgenommen gehen sie häufig direkt in rebellische Handlungen, um aus einer empfundenen Enge auszubrechen. Im günstigen Fall begleiten die Eltern diesen konfliktträchtigen Prozess mit ihrem klaren Ja und Nein, wohlwollender Menschlichkeit, Weisheit und diplomatischem Geschick. Im ungünstigen Fall eskalieren Situationen derart, dass Nachbarn oder das verständigte Jugendamt eingreifen. Den Eltern bleibt dann oft nur noch die Anmerkung: „Wir woll(t)en doch nur dein Bestes“. Die Lebensphase als Übergangszeit zu bezeichnen beinhaltet den tiefen Wunsch, es möge schnell vorüber sein. Dass sie ihre Zeit braucht, notwendig und wertvoll für die Entwicklung von Persönlichkeit, Stärke, Resilienz, Konfliktfähigkeit und Konfliktbereitschaft ist, zeigen zwei Filme auf eindrückliche Weise.  

Was werden die Leute sagen

ist das Erziehungsmotto einer pakistanischen Familie - ein Satz, der auch in Deutschland vor allem nach dem Krieg eine große Rolle spielte. Vermutlich gehört er zu Menschen, die aufgrund von Entwurzelung und Existenzängsten verunsichert sind und im Festhalten an traditionellen Werten und beim Ausprobieren von Neuem in den Augen von Anderen (Nachbarn) Halt suchen. Im Film bietet die pakistanische Tradition im Familien- und Freundesverband Rückhalt, steht aber auch einer Anpassung in Deutschland im Wege. Zu welchem Druck und welchen Auswüchsen es führt, wenn die außerfamiliären Einflüsse, erstmal nur in der Vorstellung, eine größere Rolle als die Familie spielen, zeigt der Film. Die Protagonistin befindet sich in einem Spannungsfeld von deutscher und pakistanischer Kultur, Tradition und Moderne, gewaltbereiter Erziehung der Eltern und einem ausgeprägten Autonomiebestreben und Freiheitsdrang. Zunächst ist nur der Vater das ausführende strenge Organ, die Mutter hält sich im Hintergrund. Weil die Tochter einen Jungen in ihr Zimmer lässt und küsst, bringt der Vater sie nach Pakistan zu seiner Schwester. Nach kurzer Zeit muss er aber feststellen, dass das ein erfolgloses Unternehmen ist und er geht in seiner Enttäuschung, Wut und Hilflosigkeit so weit, dass er seine Tochter fast umbringt. Als dann, zurück in Deutschland, die Mutter alles für eine Zwangsverheiratung in die Wege leitet, nimmt die Tochter noch mal alle Kräfte zusammen und bricht aus. Der unsichere Blick des Vaters drückt aus, dass er vermutlich gelernt hat, denn er bekommt es mit und bleibt untätig. Der Zuschauer hat die Tochter genug kennengelernt, um in ihre Resilienz vertrauen zu können, ist aber auch betroffen darüber, wie hart der Weg allein und ganz ohne Rückhalt der Eltern wahrscheinlich sein wird.

Ladybird

ist ein Film aus Amerika, der kulturelle Hintergrund ist unseren westlichen Vorstellungen entsprechend. Auch hier geht es um eine Tochter, die willensstark um ihre Autonomie und um ihr Frau werden kämpft. Vor allem geht es ihr aber auch um den Besuch eines guten Colleges in einer anderen Stadt, heraus aus einem für sie unerträglichen Kleinstadtmilieu. Für die Themen Sexualität, Selbstwerdung, Schulbildung sind hier in erster Linie der Besuch der Nonnenschule und die Gespräche mit der Mutter zuständig. Deren Motto, dass aus ihrer Tochter die beste Version ihrer selbst werden möge, führt sie zu vielen stimmigen Handlungen, manches hätte sie auch sein lassen können. Das erkennt sie selbst auch. Der Vater ist vorhanden, spielt aber nur dann eine Rolle, wenn es um die Finanzierung der Ausbildung geht. Die Sturm-und-Drang-Bedürfnisse der Tochter und die Grenzen der Eltern prallen auch in diesem Film aufeinander. Doch endet er damit, dass nach einem schmerzhaften Abschied und einer Kontaktpause die Schritte aufeinander zu wieder möglich sind. Das den Film abschließende Liebesgeständnis der Tochter bezieht sich vor allem auf die Mutter und die Heimatstadt.

Das schweigende Klassenzimmer

Der Film beginnt im Jahr 1956 und ist die Geschichte einer wahren Begebenheit. Die Grenzen der DDR sind noch offen, der Besuch in Westberlin ist möglich, im Kino wird die Wochenschau gezeigt. Die Abiturienten kehren mit der Information vom Ungarnaufstand in ihre Klasse zurück und regen eine Schweigeminute an. Die daraus entstehenden Repressalien lassen die Klasse zu einer zusammengeschweißten Gruppe werden, die zusammenhält bis der Druck von einem nicht mehr ausgehalten wird und er den Initiator verrät.

Fazit dieser zunächst jugendlich empörten, aber auch harmlosen und mutigen Handlung und deren brutalen Konsequenzen ist, dass daraus eine Kraft erwächst, die kritisch dem System der DDR gegenüber bleibt. Letztlich führt sie zur Flucht fast aller Beteiligten aus der zunehmend beengten Atmosphäre.

Die filmische Beschäftigung mit dem Alter ist für viele nicht sonderlich attraktiv, denn es muss gezeigt werden, dass die Blüte der Jahre vorbei ist, dass es um Abschiednehmen und Loslassen geht, dass der Tod im Blick ist und damit auch eine Vorbereitung auf ihn. Dies sind Aspekte, die eine Schwere beinhalten, die nicht immer ausgehalten werden kann. Dennoch hat jeder Lebensabschnitt einen speziellen Wert und das Alter ist eben auch die Zeit der Rückblicke, der Verarbeitung des Gewesenen und der Versöhnung mit dem, wie es war oder für jeden Einzelnen wie er wurde, was er ist. Wächst aus diesen Betrachtungen ein Alters-Humor, dann gelingt im besten Sinne ein Einverstanden sein, ein Abstand und eine Versöhnung mit sich selbst.

Nacht der Nächte

Gerade um diesen Humor geht es in dem Dokumentarfilm Nacht der Nächte, der vier Paare zeigt, die mehr als fünfzig Jahre zusammen sind. Wie sie sich gefunden und sich einander angenähert haben, mit Bedacht über ihre erste Nacht erzählen und ihre gegenwärtigen Gebrechen ansprechen, lässt sie selbst oft lachen oder schmunzeln, den Zuschauer auch. Der Umgang miteinander ist bei jedem Paar achtsam auf unterschiedliche Weise. So viele Jahre schweißen zusammen, egal wo auf dieser Erde: In Japan ein zwangsverheiratetes Paar, in Indien ein Paar, das die Kastenregeln mit einem Trick durchbrochen hat, in USA ein homosexuelles Paar, das sehr spät endlich heiraten durfte und in Deutschland ein Paar aus dem Ruhrgebiet, das sich im Nachkriegsdeutschland gefunden hat.
Eine bemerkenswerte Situation entstand dadurch, dass einer der Interviewten unmittelbar nach den Dreharbeiten gestorben ist. Diese Notiz erinnert an die Kürze der Zeit, die möglicherweise im Alter noch bleibt, um Wesentliches zu erledigen.

Liebe,

ein schon länger existierender Film, thematisiert nicht nur das gemeinsame Altwerden, sondern die wohl schwierigste Situation, die entstehen kann, nämlich Sterbehilfe für den Partner zu leisten. Die Frau, vom Schlaganfall getroffen, hat ihren nächsten Verwandten das Versprechen abgenommen, nicht ins Pflegeheim zu kommen. Dies wird vom Ehemann und der Tochter gegeben, natürlich ohne zu ahnen, was das eines Tages bedeuten könnte. Der Film liefert viele Argumente, warum dies als Weg gewählt werden kann, da die vom Schlaganfall gezeichnete Frau in ihren Verhaltensweisen zum alltäglichen Albtraum für den Mann wird. Letztlich könnte die Entscheidung seine Frau mit dem Kissen zu ersticken als ein Akt der Liebe verstanden werden, der ein für beide unwürdiges Leben beendet.

Eine Anmerkung: Die Familienaufstellungen werden salonfähig.
In diversen Fernsehfilmen taucht seit einiger Zeit die Methode des Aufstellens auf. Sie wird selbstverständlich als Methode erwähnt und gezeigt, um eine Situation dreidimensional sichtbar zu machen, und etwas zu verdeutlichen. Auf die anklingenden, aber nicht vertieften Erkenntnisse und die Möglichkeiten des Familienstellens wird nicht eingegangen.
Immerhin ein Beginn!

Beispiele:

Polizeiruf 110: Starke Schultern

Professor T: Blutlinien

Mai 2018

Lisa Böhm

Lisa Böhm-De Philipp

Heilpraktikerin für Psychotherapie, Anerkannte Weiterbildnerin für Systemaufstellungen (DGfS)

Eine Frage - Eine Antwort. Kurze Audiointerviews

Erfahrungsschätze

"Was ist aus der langjährigen Erfahrung der Aufstellungsleitung heraus, bezogen auf Dein alltägliches Leben der größte Effekt?"

Dies habe ich die Kolleg*innen gefragt, live, und direkt die Antworten aufgezeichnet. Die meisten haben laut ins Mikro gedacht, einige haben andere  Kolleg*innen vorher sprechen gehört und haben sich eingezoomt, andere wiederum habe ich allein in einem Raum in Wiesloch während der Infosyon Tagung getroffen, einige habe ich übers Telefon aufgezeichnet bzw. werde das noch tun. Motto: Eine Frage eine Antwort. 

Die Antworten darauf waren so unterschiedlich wie ähnlich. Eine Arbeit, die zum Beispiel auf Einschließlichkeit setzt und diese immer gleich mit übt, müsste sich ähnlich im Leben derer niederschlagen, die sie ausüben – so unsere Vermutung. 

Da die Tagung in Wiesloch ein guter Startpunkt war, Personen live zu treffen, habe ich hier angefangen aufzuzeichnen. Denn das Projekt soll weitergehen. Jeder, der zu dieser Frage laut ins Mikro denken möchte, ist eingeladen sich bei mir zu melden. Nun über das Telefon und ein Headset und vielleicht ein bisschen in die Frage hineingedacht. Aber bitte nichts schriftliches vorbereiten. Eine Frage, eine Antwort bleibt das Motto.

Um den Anfang zu machen schien mir eine Live-Veranstaltung mit Aufzeichnungsgerät das Richtige – auch um im direkten Kontakt mit den Interviewten Personen mein Gespür zu vertiefen, ob das Format hält, was ich mir davon versprach. Dies waren ermutigende Erfahrungen, es gelang uns allen, sofort anzuschließen an gemeinsame Erfahrungen und auch der je kurze Austausch war sehr verbindend und anregend.

Nun können Sie hier hören:

Guni Baxa, Christine Essen, Marianne Franke-Griecksch, Erdmuthe Kunath, Albrecht Mahr, Claude Rosselet und Wilfried De Phillip live getroffen und aufgezeichnet: Lisa Böhm De Philipp und Eva Madelung, Berthold Ulsamer.

Die Aufnahmesituationen und Räume waren unterschiedlich – und so ist die Tonqualität einmal mit mehr und einmal mit weniger Hall bzw. Nebengeräuschen oder auch unterschiedlichen technischen Voraussetzungen am Telefon, aber immer gut verständlich.  Zu den Fotos: Auch sind alle angefragt und die nach und nach kommenden werden eingefügt.

Der nächste Schritt:

Zugesagt haben: Gunthard Weber, Diana Drexler, Freda Eidmann und Jakob und Sieglinde Schneider ... die Aufnahmen folgen hier peu á peu ... andere werde ich sicher noch kontaktieren ... 

Wie ist diese Auswahl zusammengekommen? Ich habe in die Ausgaben der ersten der Hefte Praxis der Systemaufstellungen geschaut, ich habe lange aufstellende Personen gefragt, weil sie gerade da waren, wir uns kennen, es zeitlich gepasst hat oder angeschrieben, wen ich kannte. Es sind natürlich längst nicht alle und die Auswahl soll niemanden ausschließen. Es ist ein Anfang. Jede*r, die/er gerne dabei sein mag soll sich eingeladen fühlen...

Ich möchte noch betonen, dass hier keine abschließenden und ausführlichen Betrachtungen kommen, sondern Momentaufnahmen. Gerade dies ist der Charme der Aufnahmen wie ich finde: reichhaltig in der Erfahrung und kurz auf den Punkt. Ein Ende gibt es ohnehin nicht.              K.K.

Guni Baxa anhören

Christine Blumenstein-Essen anhören

Lisa Böhm-De Philipp anhören

Wilfried De Phillip anhören

Marianne Franke-Gricksch anhören

Erdmuthe Kunath anhören

Eva Madelung anhören

Dr. Albrecht Mahr anhören

Claude Rosselet anhören

Bertold Ulsamer anhören

Die Redaktion

Verantwortliche Redakteure der neuen Praxis der Systemaufstellung im Internet: Olivier Netter und Kerstin Kuschik

Desweiteren gibt es Lektor*innen, die nach Bedarf und/oder aus Eigeninitiative und schließlich mit Absprache der Redaktion einzelne Artikel oder zu beachtende Bücher betreuen, einbringen, Korrektur lesen, mitlesen oder Rat geben.

Autor*innen werden: Wir beraten Sie gerne, falls Sie ein Projekt haben und etwas für die "Praxis der Systemaufstellung" schreiben, aufnehmen oder filmen möchten. Teilen Sie eigene Erfahrungen, Ideen und Erkenntnisse mit uns. Ob Sie das erste Mal einen Artikel schreiben oder schon erfahren darin sind, wir sind bereit etwas kurz zu diskutieren, Anregungen zu geben zu klären, ob oder ggf. wie ein Thema aufgegriffen werden kann, oder, oder. Auf jeden Fall, werden alle Artikel redaktionell betreut. Wir betrachten dies als Service sowohl an die Autor*innen als auch die Leser*innen, um eine interessante, sorgfältig aufbereitete und aktuelle Themenvielfalt zu bieten, in der eine maximale Teilhabe ermöglicht wird. Einen Autorenleitfaden stellen wir auf Wunsch zur Verfügung. Bitte ordnen Sie die neu erscheinenden Fachartikel folgenden Rubriken zu:

  • Die Kunst des Aufstellens
  • Fälle und Erfahrungen
  • Ergänzung durch andere Methoden
  • Wissenschaft
  • Aufstellung und Gesellschaft

Diese Rubriken bilden zugleich den Rahmen, in dem wir uns leitbildhaft thematisch bewegen. Des Weiteren gibt es unter Audio/Film/Literatur Beiträge entweder im betreffenden Format oder über dieses wie Buchbesprechungen, Audiointerviews oder Filmrezensionen.

Beachten Sie bitte, dass die PdS erstveröffentlicht und hierfür 9 Monate die Rechte hält. Sie können natürlich auf Ihren Artikel verlinken und diesen nach Ablauf der 9 Monate einbinden wo immer Sie möchten.