DGfS - Deutsche Gesellschaft für Systemaufstellungen    
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Editorial 1/2000

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Liebe Leserinnen und Leser,

 

der Physiker David Bohm hat in vielen Gesprächen und Vorträgen eine sehr schöne Umschreibung dessen gegeben, was wir einen Dialog nennen. „Logos“ heißt: das „Wort“, und zwar in der Bedeutung von „Sinn des Wortes“. Und „dia“ heißt „durch“ (nicht „zwei“). So erschließt sich aus dem Wort „Dialog“ das Bild: „Fluss aus Sinn, Fließen von Bedeutung.“ Im Prozess eines Dialoges taucht etwas auf, das vorher noch nicht da war. Dialog ist ein schöpferischer Prozess, getragen von einem „gemeinsamen Sinn“, der einen Menschen in sich und Menschen in einer Gruppe oder Gesellschaft zusammenhält. Diese Erhellung von „Dialog“ trifft sehr genau das, was in Familienaufstellungen geschieht und was Bert Hellinger immer wieder veranlasst, von einer „dialogischen Psychotherapie“ zu sprechen.

In diesem Sinne verstehen wir auch diese Zeitschrift als ein Medium des Dialoges für alle Personen, die sich für das Familienstellen und die damit verbundenen Erfahrungen interessieren und damit arbeiten. Als Zeitschrift sind wir natürlich auch an „Meinungen“ interessiert, auch wenn eine Meinung sich eher an der Freiheit des Einwandes orientiert als an einer Einsicht. Wir freuen uns auch an Diskussionen, auch wenn die Diskussion, wie der Wortsinn schon nahe legt, vom Zerlegen der Dinge lebt und Verbindendes in Frage stellt. Wir würden uns aber freuen, wenn es uns gelingt, Meinungen und Diskussionen dialogisch einzubringen, so dass wir gemeinsam teilhaben können an einem wachsenden und nicht voraussehbaren „Fluss von Sinn“.

 

Mit diesem Heft halten sie die erste Nummer der Zeitschrift unter der Verantwortung einer vergrößerten Redaktion und in neuem Gewand in Händen. Uns gefällt die neue Aufmachung, und wir hoffen, Ihnen auch. (Das Titelbild wird übrigens mit jeder Ausgabe wechseln.) Und wir hoffen natürlich, dass vor allem der Inhalt in einer Weise anspricht, dass unsere Zeitschrift Ihnen das Abonnement wert ist.

 

Das Gespräch um die Beziehung von Lebenden und Toten geht in vielen Facetten weiter und füllt einen guten Teil dieses Heftes. Wir möchten aber diesmal Ihre Aufmerksamkeit auch auf den Teil systemischer Aufstellungen richten, der sich mit den Beziehungsfeldern in Teams, Organisationen und Betrieben beschäftigt.

 

Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.

 


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Ausgabe 1/2000

Die bisher erschienenen Ausgaben sind als Einzel-
heft zu Euro 18,– zzgl. Versandkosten erhältlich.


Die umfangreiche Ausgabe 2/2010 ist als Einzel-
heft zu Euro 22,- zzgl. Versandkosten erhältlich.  

 

 

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